Karine SARGSYAN, MD, PhD

Leiterin der Biobank Graz | Geboren Vanadzor (Armenien) | In Österreich seit 2005


Sargsyan

Beruf & Leben

Karine Sargsyan wurde in eine große armenische Familie hinein geboren und wuchs in einem Land auf, in dem Solidarität groß geschrieben wurde, in dem es aber kaum Infrastruktur (nur zwei Stunden Strom am Tag…) gab. Als sie die Chance erhielt, für ein Jahr an der Universitätsklinik in Graz zu arbeiten, entschloss sie sich, mit ihrem Mann und der gemeinsamen fünfjährigen Tochter nach Österreich zu gehen, wo ihre Erwartungen weit übertroffen wurden.

In ihrer Heimat studierte sie Medizin (Pädiatrische Fakultät) an der Yerevan State Medical University, spezialisierte sich später auf Pädiatrie und entwickelte sich darin zur Expertin. Sie wirkte schon während des Studiums an div. Programmen und Projekten mit, wurde 2003 Gesundheitsexpertin für ein Programm der Weltbank in Armenien, Schulungsleiterin für Kinder- und Erwachsenengesundheit im WHO European Office, leitende Spezialistin im Gesundheitsministerium sowie Leiterin der Abteilung Gastroenterologie, etc. im Joint Medical Center. Während dieser Zeit machte sie auch den Master in Practical Psychology.

2005 begann die Wissenschafterin in Graz (Gastroenterology & Hepatology Working Group) in der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde zu arbeiten und wirkte bei STYJOBS (Styrian Juvenile Obesity Study) mit. Seit 2007 ist sie Leiterin der Biobank Graz, wurde 2009 Scientific Director von BioPersMed (parallel zur Leitung der Biobank Graz) und kann auf über 50 wissenschaftliche und populär-wissenschaftliche Publikationen verweisen.

Außerberufliches Engagement
  • AAF Voluntary mentor, für Gastärzte des Internship Program

  • Aktive Kooperation mit Pro-Oriente für Integration

  • Aktives Mitglied der Armenisch-Orthodoxen Kirchengemeinde Graz und der "International Tee"

  • Freiwillige Dolmetscherin für Armenisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Graz

  • Lehrkraft der Kinderuniversität und Junior Uni Graz und Workshops für interkulturelle und intrakulturelle Kommunikation

  • "Take Tech" für Innovation für Maturaklassen mit SFG

  • Mitorganisatorin und Moderation des Benefizkonzerts "Musik ist mein Leben", "Klangbilder zweier Musikkulturen" und der Buchpräsentation" 500 Jahre armenischer Buchdruck"

  • Vortrag für Club 41 "Ein Lebensweg von Armenien nach Österreich…"

Integrationshürden/-überwindung

Bereits wenige Wochen nach unserer Ankunft wussten wir, dass es keinen Ort gibt, an dem wir uns so sicher und gut aufgehoben fühlen wie hier. Ich werde niemals die Worte meiner damals fünfjährigen Tochter vergessen: "Österreich ist so bunt, ich möchte hier bleiben." Die einzige Hürde für mich war der Anspruch der Gesellschaft an Pünktlichkeit, dass z. B. der Bus eine Minute später nicht fahren kann und oder ein Kollege einen Termin ausmacht und auch ein paar Minuten früher da ist. Armenien ist ein "gelassenes" Land was das betrifft… Ich kann keine sonstigen Hürden nennen, da ich das Glück hatte fortwährend auf nette, aufgeschlossene KollegInnen und Arbeitgeber zu treffen. …und auch ich empfinde es als Privileg, dass man mir in Österreich die Möglichkeit gibt meine Fähigkeiten und Geschicke an der Medizinischen Universität Graz einzusetzen, um die Biobank Graz als einer der größten und erfolgreichsten Biobanken Europas in eine innovative Zukunft zu führen. Meine Bemühungen im Sinne von Weiterentwicklungen und Innovationen an der Biobank Graz sollen auch meine Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber der Medizinischen Universität Graz und dem Land Österreich zum Ausdruck bringen. Das bezeugen auch über 50 Publikationen und populär-wissenschaftlichen Artikel der letzten Jahre.