Simona NOJA-NEBYLA

Tänzerin, geschäftsführende Direktorin der Ballettakademie/Wiener Staatsoper | Geboren in Huedin (Rumänien) | In Österreich seit 1995


Beruf & Leben

Simona Noja begann mit 10 Jahren ihr Training in der olympischen Gymnastikmannschaft und der Ballettausbildung an der Kunsthochschule Cluj-Napoca. Sie absolvierte zwar auch ein Studium der Sprachwissenschaft (Rumänisch-Englisch), konzentrierte sich aber auf ihre Tanzkarriere: So wurde sie zunächst 1. Solotänzerin an der Rumänischen Staatsoper Cluj-Napoca, danach an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, der Deutschen Oper Berlin und schließlich der Staatsoper Wien, weswegen sie auch nach Österreich kam. Weitere Auftritte als 1. Solotänzerin hat sie in Buenos Aires, Santiago de Chile, Havanna, Moskau, Rom, Neapel, Stockholm, Helsinki und München in vielen klassischen Hauptrollen. Simona gründete die kulturelle Stiftung „Simona Noja“, den Verein Dance Arts Vienna mit Ehemann Boris Nebyla und leitet das Ballett- und Tanz Studio Dance Arts in Wien 3 bis 2010 und war Gastpädagogin am ImPulsTanz Festival Wien, beim Festival do Brasil, Brasilia.

Seit 2010 ist sie geschäftsführende Direktorin der Ballettakademie der Wiener Staatsoper.

Außerberufliches Engagement

Sie engagiert sich in Rumänien für die Unterstützung junger Tanztalente durch die „Simona Noja – Kulturelle Stiftung“.

Preise
  • 1990: Silberne Medaille beim Wettbewerb Jackson Mississippi, USA

  • 2001: als beste Tänzerin des Jahres gekürt von der Zeitschrift „Danza & Danza“
  • 
2002: die kulturelle Auszeichnung Rumäniens: „Steaua Romaniei“ (Titel: „Chevalier“)

  • 2008: „Das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse“
  • 
2012: die kulturelle Auszeichnung Rumäniens: „Steaua Romaniei“ (Titel: „Offizier“)

  • ab 2012 Botschafterin für „Klausenburg“ - „2021 Kulturhauptstadt Europa“ Projekt .
Integrationshürden/-überwindung

Als klassische Tänzerin habe ich früh genug gelernt, dass Integration hohe Leistung von mir selber im Tanz zu erbringen bedeutet und große Toleranz für die anderen zu haben verlangt! Ich musste lernen, hohe Ansprüche an mich selbst zu haben. Daher habe ich versucht an mir selber zu arbeiten um besser zu werden. Meine Eltern haben mir beigebracht, dass Erfolg kommen wird, wenn man an etwas stark glaubt …und wenn man ein bisschen Glück hat! Dieser Vision von Integration bin ich überall gefolgt und es hat in den USA wie in Deutschland und Österreich funktioniert!

Schlimm war für mich nur der Anfang in Wien, wenn bei meinen ersten Vorstellungen in der Staatsoper alle Tänzer der Nebenrollen Blumensträuße auf die Bühne geworfen bekamen- außer mir! Trotz Publikumserfolg wollte man mich spüren lassen, dass ich in Wien nicht willkommen bin!  Die ersten zwei Jahre waren deswegen für mich schmerzhaft, umso glücklicher war ich aber, als ich plötzlich die schönsten Blumensträuße bekam, von einem Brief begleitet, indem stand: „Für Ihre besondere Tapferkeit!“