Rückblick MiA 2014

Am 6. März, wurde anlässlich des Internationalen Frauentags bereits zum siebten Mal in Folge die MiA – eine Auszeichnung für Frauen mit außerösterreichischen Hintergrund – im Rahmen einer feierlichen Gala im Studio 44 der Österreichischen Lotterien verliehen. Ehrengast waren neben vielen Personen des politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens die Gattin des Bundespräsidenten Margit Fischer. Im Rahmen der gut besuchten Gala zeigte sich einmal mehr, wie prominent das Thema der MiA ist und wie sehr diese Frauen begeistern:

Nominierte und Preisträgerinnen 2014

Denn sie waren die Hauptpersonen des Abends: Die Nominierten und Preisträgerinnen! Sie haben sich den Herausforderungen in einem fremden Land gestellt, oftmals wieder von vorne begonnen und dennoch viel erreicht.

Christine Marek

In den Augen des Vereins MiA (Vorstandsvorsitzende und Initiatorin StS a.D. Christine Marek, Nurten Yilmaz, Dudu Kücükgöl, Mi-Ja Chon) und Partner der MiA sind sie großartige Role-Models mit außerösterreichischen Wurzeln, die ihren Weg selbst bestimmt und erfolgreich gegangen sind. Um dort zu sein, wo sie jetzt stehen, braucht es viel Mut und Kraft, aber auch die Liebe zu dem Land, in das sie gekommen sind, ohne dabei auf die eigenen Wurzeln zu vergessen.

Ali Rahimi & Co

Der Schlüssel dazu gemeinsam etwas zu bewegen, Türen zu öffnen, ist die Sprache! Das sind auch die Themen des Vereins Wirtschaft für Integration, der schon einige Initiativen ins Leben gerufen hat, unter anderem auch den mehrsprachigen Redewettbewerb „Sags Multi“, der am selben Tag ebenfalls seine Sieger/innen kürte! Die beiden Initiatoren Georg Kraft-Kinz und Ali Rahimi eilten danach zur MiA ins Studio 44, wo sie die frisch gebackene Gewinnerin Viktoria Neskovski (13 Jahre alt, Muttersprachen Mazedonisch und Deutsch) dem begeisterten Publikum vorstellten.

Yvonne Rueff & Gregor Hatala

Yvonne Rueff & Gregor Hatala tanzten zum Evergreen Somewhere over the rainbow und zeigten auf sehr beeindruckende Weise was eine Frau für unglaubliche Kräfte entwickeln kann. Die Tanzschulbesitzerin und Initiatorin von Dancer against cancer hat selbst multikulturelle Wurzeln, ebenso ihr grandioser Tanpartner, Solotänzer der Wr. Staatsoper und gefrager Choreograph, er wurde in der damaligen Tschechoslowakei geboren; heute fördert er auch die Jugend mit den Balletdays.

Hanna Kristall, eine junge Sängerin mit mexikanischen-polnischen Wurzeln brachte den Saal mit ihrem selbst komponierten Song Shout zum Glitzern, mit ihrer gewaltigen Stimme sang sie sich gemeinsam mit ihren großartigen Background-Gospels in die Herzen der Zuschauer.

Ein besonders schöner Moment war als Maya Hakvoort aus dem Publikum mit Danica Petrovic, einer jungen Musicalsängerin gemeinsam mit Hanna Kristall den MiA-Song Nicht dort, nicht hier (Sylvester Levay/Michael Kunze) neu interpretierten.

  • Maya Hakvoort Dana Petrovic und Hanna Kristall

 Wir danken den Künstler/innen für ihre großartige Unterstützung!

Die Vereinigten Bühnen Wien schickten einen Gruß direkt von den Proben für Mamma Mia an die Kandidatinnen.

Die Hauptdarstellerin Ana Milva Gomes lud in dem Film (v. Mike Prager) gemeinsam mit ihren Kolleginnen Susa Meyer und Jacqueline Braun die Preisträgerinnen persönlich zum Musical, das seine Premiere am 19. März feiert.

Preise

Berenice Darrer

Heuer wurden die Preise von Berenice Darrer gestaltet, sie ist 1976 in Windhoek/Namibia geboren und lebt und arbeitet in Wien. Die Preise werden jedes Jahr von einer anderen Künstlerin mit außerösterreichischen Wurzeln gestaltet, bei diesen Originalen handelt es sich um absolut einzigartige Unikate.

Zusätzlich zu den Preisen, erhielten unsere Kandidatinnen heuer ein Mia-Package:

Ein Wochenende für zwei Personen inkl. Übernachtung und der Zurverfügungstellung einer mia electrica, ein e-car, die Vereinigten Bühnen Wien stellten Tickets für das Musical Mamma mia zur Verfügung und Heinz Hanner lädt die Kandidatinnen zu einem Dinner für zwei nach Mayerling ein.

Filme

Wie in den letzten Jahren wurden die Kurzfilme in denen die Kandidatinnen dem Publikum vorgestellt wurden, auch heuer wieder in den Interspotstudios gedreht. Gestalterin und Regisseurin ist Ricki Merkl, Schnitt von Andreas Merkl und Alexander Strauss.

Der Regisseurin ist es in bemerkenswerter und einfühlsamer Weise gelungen die Profile und Lebensgeschichten der Kandidatinnen in der kurzen verfügbaren Zeit auf eine sehr spezielle und emotionale Art und Weise zu präsentieren.

Die Preisträgerinnen

Anna Durnová

Die MiA in der Kategorie Wissenschaft & Forschung wurde von Frau Mag. Höglinger Leiterin Europäische und Internationale Programme (FFG) übergeben an: Dr. Anna Durnová, Ph.D. (Tschech.Rep.), Politikwissenschafterin, Uni Wien. Die Mia geht an sie, weil sie schon in der Schule nach ihrer Ankunft in Österreich Kämpfergeist und Durchhaltevermögen beweist, sie repräsentiert mit ihrem Leben und ihrer Arbeit das offene Europa.

Hongying Foscht

Die MiA in der Kategorie Wirtschaft wurde von Frau Mag. Elisabeth Zehetner übergeben an: Dr. Hongying Foscht, akad. Exp. Kffr. (China), Unternehmensberaterin, Inhaberin und Gfin Eurosina Consulting. Sie erhielt die MiA weil sie mit beiden Beinen in 2 Kontinenten fest am Boden und schlägt damit eine Brücke zwischen Europa und China. Es gibt kaum eine Frau in China in einer mit ihrer vergleichbaren Position in einer Männerdomäne.

Die MiA in der Kategorie Humanitäres & Gesellschaftliches Engagement wurde von den beiden Generalsekretären Bernd Wachter (Caritas Österreich) und Werner Kerschbaum (Österreichisches Rotes Kreuz)übergeben an: Bakk.a Umyma Mohamad El Jelede (Sudan), Medizinerin, Projektmanagerin, FEM Süd. Die Jury entschied sich für sie, weil sie sich trotz aller Anfangsschwierigkeiten oder gerade deswegen sich vom Start weg für Menschen engagiert und sich dem Kampf gegen Genitalverstümmelung von Frauen verschrieben hat. Margit Fischer ließ es sich nicht nehmen, der Preisträgerin, die sie 2009 bat, eine Delegation des Bundesheeres in den Sudan für das Thema zu sensibilisieren, persönlich zu gratulieren.

Asli Kislal

Die MiA in der Kategorie Kunst & Kultur wurde von Martin Traxl (ORF Kultur) übergeben an: Asli Kislal (Türkei), Schauspielerin & Filmemacherin, Initiatorin von dasKunst. Sie erhielt den Preis nicht nur aufgrund ihrer großen künstlerischen Leistung, sondern auch wegen ihres Engagements für jungen Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund. Mit ihren Aktivitäten holt sie Jugendliche von der Straße und gibt ihnen Perspektiven, Mut und Selbstvertrauen. Ihre Leidenschaft gilt jungen Menschen - ihre Niederschwelligkeit ist beeindruckend und sie hat neben ihren künstlerischen Leistungen große Vorbildwirkung für eine gemeinsame Zukunft.

Dr. Anna Maria Mayer

Die MiA in der Kategorie Sport wurde von Martin Domes (BSO) übergeben an: Dr. Anna Maria Mayer (Polen), Sportlehrerin, staatlich geprüfte Leichtathletik Trainerin, ASVÖ Tirol. Die Jury dazu: Die mittlerweile zweifache Mutter ist in ihrer Persönlichkeit und

Tätigkeit als Trainerin ein großes Vorbild für Durchhaltevermögen und Leidenschaft. Zu vermitteln, dass man alles im Leben schaffen kann, egal welches Handicap man hat, ist ihr ein besonderes Anliegen.

Dr. Simon Kravagna

Der Sonderpreis Journalismus ging an Dr. Simon Kravagna (Biber), er hat laut Laila Daneshmandi (Kurier) eine Nische mit Leben gefüllt, die vorher keine Beachtung fand und auch keine Plattform hatte. Er hat jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ein Medium geschaffen, mit dem sie sich identifizieren können.